Klimawandel und seine Folgen für Menschen mit Behinderungen
Die
Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Deutschland deutlich spürbar:
Häufigere und intensivere Hitzewellen, Dürren sowie
Starkregenereignisse stellen insbesondere vulnerable Menschengruppen vor
große Herausforderungen. Dazu zählen Menschen mit Behinderungen, die
aufgrund gesundheitlicher, sozialer oder struktureller Faktoren
besonders schutzbedürftig sind. Soziale Einrichtungen tragen daher eine
besondere Verantwortung, ihre Angebote und Räume an die veränderten
klimatischen Bedingungen anzupassen und wirksame Schutzmaßnahmen
umzusetzen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützt diesen Prozess mit
dem Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen (AnpaSo)“,
das kontinuierlich weiterentwickelt wurde, um soziale Träger bei der
Vorbereitung auf die Folgen der Klimakrise gezielt zu begleiten. Die
fachliche Begleitung und Betreuung des Förderprogramms erfolgt durch die
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.
BMUV-geförderte Klimaanpassung der Dachterrasse zur Stärkung der Teilhabe bei INTEGRAL
Auch
bei INTEGRAL sind die Folgen des Klimawandels deutlich wahrnehmbar –
besonders auf der rund 1.800 Quadratmeter großen Dachterrasse der
Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Die Dachterrasse ist ein
zentraler Begegnungs- und Erholungsort für Integraler*innen mit und ohne
Behinderung. Sie wird für Pausen, Feste, Veranstaltungen und als Ort
der Begegnung mit der Nachbarschaft genutzt. Um gesellschaftliche
Teilhabe auch bei steigenden Temperaturen zu ermöglichen, ist eine
klimaangepasste Neugestaltung dringend erforderlich. In den
Sommermonaten führen hohe Temperaturen und starke Sonneneinstrahlung
zunehmend zu einer eingeschränkten Nutzbarkeit und verminderten
Aufenthaltsqualität.
Die INTEGRAL-Dachterrasse wird zu einem grünen Wohlfühlort
Im
Rahmen des Klimaanpassungskonzeptes wird die Dachterrasse schrittweise
zu einem grünen Wohlfühlort umgestaltet. Geplant sind verschattete
Sitzgelegenheiten, ein Sonnenschutz-Pavillon sowie ein
Wassernebel-Kühlsystem. Ergänzend sorgen Hochbeete, Vertikalbegrünung,
Pflanzkübel und klimaangepasster Trockenrasen für ein verbessertes
Mikroklima. Ziel ist es, einen barrierearmen, gesundheitsfördernden
Aufenthaltsort zu schaffen, der insbesondere in den heißen Sommermonaten
Schutz und Erholung bietet.
Förderung und Umsetzung des Klimakonzeptes
INTEGRAL
plant bereits seit 2022 umfassende Klimaanpassungsmaßnahmen für seine
Einrichtungen. Der vom BMUV geförderte Förderschwerpunkt 1, die
Erarbeitung eines Klimaanpassungskonzeptes, wurde bereits erfolgreich
umgesetzt. Mit dem Förderschwerpunkt 2 folgt nun die konkrete Umsetzung
dieses Konzeptes. Die Umgestaltung der Dachterrasse der Werkstatt für
Menschen mit Behinderungen sowie des Beschäftigungs- und Förderbereichs
bildet den Auftakt zur Realisierung einer ersten umfangreichen Maßnahme
und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen mit
Behinderungen vor den Folgen des Klimawandels sowie zur nachhaltigen
Verbesserung der Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen bei INTEGRAL.
Titel: Förderschwerpunkt 2: Umsetzung des Klimakonzeptes des Integral e.V. in Berlin
Laufzeit: 01.01.26 bis 30.06.2027 (Bewilligungszeitraum)
Förderkennzeichen: 67APS2005
Förderprogramm: Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Förderschwerpunkt 1: Beratung und Erstellung von Konzepten zur Anpassung an die Klimakrise
Förderschwerpunkt
2: Umsetzung von vorbildhaften Maßnahmen zur Anpassung an die
Klimakrise auf der Grundlage von Klimaanpassungskonzepten
Das könnte Sie auch interessieren:
Werkstatt | Sozialpädiatrisches Zentrum | Begegnungszentrum |Verein